Traumfänger …dream on dreamer…

Puh, Feber schon wieder. Hab ich über den Jahreswechsel glatt den Blog verdrängt… Aber ich halte keinen Winterschlaf, obwohl es mir in Anbedracht der aktuellen Situation fast lieber wäre. Ich habe seit September nämlich wieder eine „richtige“ Arbeit, weil das letzte Jahr sehr, sehr schlecht für meine Veranstaltungen war. Der neue Job macht wahnsinnig viel Spaß, da ich mit Kindern arbeiten darf und das ist sehr erfüllend, auch wenn sie schonungslos ehrlich sind: „Mein Uropa hat die gleiche Frisur wie du, aber der lebt nicht mehr“ – ich hoffe, ich schaff es mit DER Frisur dennoch zur Uroma 😉 Aber dafür hab ich jetzt kein Bauchweh und kein Kopfweh mehr und schlafen kann ich auch wieder, nicht zuletzt wegen dem tollen Traumfänger, den meine Kinder für mich gemacht haben.

Schlaft ihr manchmal schlecht oder werdet ihr wach, weil ihr schlecht geträumt habt? Dann solltet ihr es einmal mit einem Traumfänger probieren, den ihr über euer Bett hängt.

Nach altem indianischen Glauben bleiben böse Träume im Netz des Traumfängers hängen und werden anschließend vom Tageslicht neutralisiert. Gute Träume hingegen gleiten durch Bänder und Federn zum Schlafenden.

Außerdem schaut ein Traumfänger toll aus und auf einem Waldspaziergang findet man außer der Paketschnur alles, was man dafür braucht. Es spricht also nichts mehr dagegen, sich einen Traumfänger selbst zu basteln.

Man braucht für den Traumfänger:

• Zweig von der Weide oder Haselnuss – ca. 30 cm

• Paketschnur – ca. 3 m

• Federn, Zapfen, Flechten, Rinde, …

• Schere

• Wollnähnadel

1. Den Ring basteln

Zuerst biegt ihr den Zweig zu einem Kreis – die Zweige der Weide oder Haselnuss eignen sich besonders gut, da sie nicht so schnell brechen – und verknotet mit der Paketschnur die beiden Enden.

2. Das Netz weben

Der wichtigste Teil des Traumfängers ist das Netz, das schaut jetzt alles sehr kompliziert aus, aber wenn man erst mal den Dreh raus hat, ist es ganz einfach. Mit einer Wollnähnadel geht das Weben viel einfacher, aber theoretisch geht es auch ohne.

Teilt euch den Ring optisch in zehn gleichgroße Abschnitte ein. Nun legt ihr den Faden einmal ÜBER den Ring (zu eurer ersten Unterteilung), legt ihn einmal außen UM den Ring und fädelt dann von hinten zwischen Faden und Ring hindurch und den Faden straffen. Und dann geht es einfach immer so weiter, den ganzen Ring entlang, Schlaufe für Schlaufe.

Nun habt ihr zehn gleich große Abschnitte und ihr könnt mit der zweiten Runde beginnen.

Es funktioniert genau wie bei der ersten Runde, nur werden die Schlaufen nicht mehr um den Ring, sondern in die Mitte des Fadens der Vorrunde gesetzt. So geht es nun Runde für Runde weiter. Wenn ihr wollt, könnt ihr in das Netz Perlen einarbeiten.

Wenn ihr in der Mitte angekommen seid, schließt ihr ein letztes Mal die Runde und verknotet den Faden der letzten Schlaufe und schneidet ihn ab.

3. Den Schmuck anbringen

Zum Schluss darf nach Lust und Laune mit den Schätzen des Waldes dekoriert werden. Wenn ihr nun an der Oberseite des Ringes noch ein Band zum Aufhängen anbringt, steht erholsamen Nächten mit süßen Träumen nichts mehr im Wege.

2 Comments

  • Das Mädel vom Land

    Mah … so schön. Hab dich schon vermisst …
    Das wusste ich gar nicht, dass die Bänder, die runterhängen, auch eine Funktion haben! Mein Wissen hat bisher nur fürs Verfangen der bösen Träume im Netz gereicht 😉
    Also DANKE liebe Uli, ich hab bei dir schon wieder was gelernt!
    Alles Liebe!

    • Uli

      Danke liebe Maria, ich hab das auch nicht gewusst, aber da ich ja immer sooooo gründlich recherchiere… 😉 Die Federn stammen übrigens von unseren Waldhennen vom Nachbarn, da war einer stärker 🙁 ich hoffe, ich komme soweit wieder in die Gänge, dass ich regelmäßiger mein enooooormes Wissen in die Welt tragen kann 😉 Habt ihr jetzt auch Ferien? Oder seid ihr anders dran wie wir? Alles Liebe

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